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    Geländelauf in Gotha

    Teamgeist, Fachwissen, Geschick und auch ein bisschen Geduld gefragt

    Am Samstag, dem 9. September, begann ab 7 Uhr emsiges  Gewusel  auf dem Parkplatz nahe dem Marstall in der Kreisstadt.

    Auch wenn die Wochen und Tage davor bereits viel hinter den Kulissen vorbereit wurde, so blieb dann am Wettkampftag nur eine Stunde Zeit, um die insgesamt 8 Stationen für die Teilnehmer startklar zu machen. Die Kameradinnen und Kameraden aller Einheiten der Feuerwehr Gotha sowie der Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr waren aber alle hochmotiviert, um den Kindern und Jugendlichen von 42 Jugendfeuerwehren aus dem  gesamten Kreisgebiet einen tollen Kreisgeländelauf vorzubereiten und durchzuführen. Jeder der fünf Kreisbrandabschnitte ist im jährlichen Wechsel als Ausrichter für die Veranstaltung verantwortlich, die Kosten werden vom Landkreis übernommen. Dieses Jahr also nach einiger Zeit mal wieder die Stadt Gotha als Kreisbrandabschnitt Mitte. Neben der gesamten technischen Sicherstellung mussten die Wettbewerbsstationen auch personell mit insgesamt 32 Wertungsrichtern vom Ausrichter untersetzt werden.

    Start und Ziel des Rundlaufes war der Parkplatz vor dem Forstamt in Gotha am Marstall. Von dort aus ging es für den Feuerwehrnachwuchs per Pedes entlang der Friedrichstraße zum Karolinenhof der Stadtbibliothek zur Station 1. Hier war kreatives Geschick zum Bau eines Armturenmännchens unter Beweis zu stellen. Aus Strahlrohr, Übergangsstücken, Stützkrümmer, Sammelstück usw. entstand bei richtigem Zusammenbau eine kunstähnliche Skulptur. Zu viel Zeit durften sich die jungen Brandschützer aber nicht dabei lassen, denn die Stoppuhr mit Countdown lief zügig runter. Weiter ging es auf den Neumarkt, wo die Kinder und Jugendlichen per Feuerwehr-Unimog einen Verkehrsparcours zu bewältigen hatten. Da hier aufgrund des Alters natürlich keiner eine gültige Fahrerlaubnis vorweisen konnte, war die Fahrstrecke mit einer Fahrzeugausführung im XS-Format und als Tretauto zu absolvieren und auch hier saß den Fahrern die Zeit im Nacken. Über die Marktstraße ging es dann zum Schellenbrunnen auf dem Unteren Hauptmarkt zur Station 3. Wegen des Brunnens bot sich hier natürlich eine Disziplin mit Wasser an und da die Wettkampfvorbereitungen den ganzen Tag mit bestem Spätsommerwetter bei Sonnenschein und um die 30 Grad Celsius belohnt wurden, war an dieser Stelle auch eine Möglichkeit zur Abkühlung. Vorher mussten aber per Kübelspritze mit Wasser gefüllt Flaschen zielgenau zu Fall gebracht werden. Für die Strahlrohrführer weniger anstrengend als für die Pumpenbediener am Kleinlöschgerät. Die Laufstrecke führte dann weiter zum Vorplatz der Augustinerkirche, welche für den Tag extra als Nebenangebot ihre Türen öffnete. An dieser Station war dann Fachwissen im Bereich der Gerätekunde am neuen Löschfahrzeug der FF Gotha-Boilstädt unter Beweis zu stellen. Weiter ging es über die Sundhäuser Gasse zur Bergallee, wo vor dem Gymnasium Ernestinum Knoten und Bunde in perfekter Ausführung abgeliefert werden mussten, auch hier natürlich mit einem nicht allzu großen zeitlichen Spielraum. Der Lindenauallee entlang war es dann nicht mehr weit wieder bis zum Marstall. Vorher warteten aber für die Teilnehmer noch am westlichen Parkplatz des Herzoglichen Museums noch eine Kreativstation, an welcher ein nicht allzu sorgsam zusammengebautes Fahrrad auf Fehler untersucht werden musste, sowie auf dem Südparkplatz von Schloss Friedenstein noch die Station Erste Hilfe, wo die Jugendfeuerwehrleute ihr medizinisches Wissen zur Anwendung bringen konnten. Von da aus ging es dann die östliche Südrampe vom Schloss hinunter wieder zum Ausgangspunkt am Forstamt, wo die letzte Station, ein theoretischer Wissenstest, als Teamaufgabe den Abschluss bildete.

    Natürlich macht so ein Lauf auch ordentlich Hunger und eine Essen- sowie Getränkeversorgung gehört auch immer mit zur Aufgabe des Ausrichters. Wegen der unterschiedlichen Startzeiten der Gruppen alle zehn Minuten und über den ganzen Tag verteilt, gab es für die ersten Zieleinläufer gegen 11 Uhr das verdiente Mittagessen. Einige Gruppen stärkten sich auch vor Antritt der Laufstrecke an der Versorgungsstation am östlichen Parkplatz des Herzoglichen Museums. Hier hatten sich die Gothaer Feuerleute mit ihrer Kochgruppe der FF Gotha-Uelleben für den diesjährigen Wettbewerb mal etwas ganz anderes als sonst üblich einfallen lassen. Auf der Menükarte stand ein frisch und selbst zubereiteter Cheeseburger im dafür getauften „1864 Style“ und als Beilage gab es sogenannte „dirty fries“, was so viel bedeutet wie Pommes mit selbstgemachter Käsesoße und gerösteten Schinkenwürfeln oben drauf.

    Wie an der einen oder anderen Station auch, war bei der Essensausgabe hin und wieder mal etwas mehr Geduld gefragt. Dem Feedback der gesättigten Teilnehmer aber nach zu folgen, hat sich das Warten gelohnt, in den Abfallsäcken waren kaum Essensreste zu finden. Über 660 Burger wurden mit insgesamt rund 100kg Pommes verputzt. Gegen 19:30 Uhr bildete die Jugendfeuerwehr Gräfentonna, als letztgestartete Mannschaft, den Abschluss der Veranstaltung. Für die Gothaer Feuerwehrleute ging der Abend mit sämtlicher Nachbereitung zwar dann erst nach 22 Uhr zu Ende, was aber der Grundzufriedenheit über einen erfolgreich ausgerichteten Kreisgeländelauf 2023, trotz auch einiger Erkenntnisse für ein paar Verbesserungen beim nächsten Mal, und hier vorrangig im zeitlichen Ablauf, keinen Abbruch tat. Ein besonderer Dank gilt allen Gothaer Feuerwehrleuten sowie allen Helfern und Unterstützern, die mit ihrer Arbeit zu diesem erfolgreichen Gelingen beigetragen haben.

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